Bremser-Familiengeschichte
Bremser-Familiengeschichte

Aktuelles

Donnerstag, 1.8.2019

Älteste bürgerliche Brömser im Rheingau

Dem Aufsatz von Dr. Harald Winkel „Das älteste Lehnsbuch und das älteste Zinsregister der von Greiffenclau zu Vollrads“, veröffentlicht in den Nassauischen Annalen, 129. Band, 2018, haben wir es zu verdanken, dass wir auf einen bürgerlichen Namensträger ‚Brömser‘ stoßen, der rund 100 Jahre vor Dietrich Brömser von Rüdesheim gelebt hat, und somit kein Vorfahre der späteren bürgerlichen Brömser und Bremser in Rheingau und Taunus war.

Im Zinsregister vom Anfang des 15. Jahrhunderts mit Nachträgen aus dem 1. Drittel des 15. Jahrhunderts (bis ca. 1435) finden sich Einträge über einen Klaus Brömser (Klesegin Bromszer/Clesegin Brümszir) in Hallgarten, der Pächter und Anlieger von dortigen Weinbergen in der Schönhell (Schonheldin) war. Sein Nachfolger als Pächter war um 1420 ein Peter Rose (Pedir Rose). Ihm war es auch gelungen, die in Hallgarten genannten Weinberge der Zinszahlung an Freidrich Greiffenclau von Vollrads zu entziehen.


Gut möglich ist, dass er mit den bürgerlichen Brömsern in Mainz, Weisenau verwandt war, und dass sie Abkömmlinge eines bisher nicht bekannten adeligen Brömser von Rüdesheim waren. Möglicherweise handelte es sich dabei um ein Familienmitglied, das in den Dienst der Kirche in Mainz eingetreten war und (einen) illegitime(n) Nachkommen hatte.

 

Siehe auch unter: Nachträge zum Aufsatz

Die X. Generation

10.1 Generation: Johann Brömser von Rüdesheim (1373 – + 1428) oo um 1390 mit Erland von der Spor (1390 – + 1441)

Johann (Henne) Brömser siegelt am 15.8.1373 für das Kloster Eibingen eine Urkunde, in der Peter auf dem Graben zu Rüdesheim der Priorin zu Eibingen, Benigna (Benynge) von Algensheim, eine Rente aus seinem Haus und Garten zu Rüdesheim verkauft.

Am 22.6.1375 zeigt der Edelknecht Emmelrich Kind von Rüdesheim zeigt seine Mainzer Mann- und Burglehen bei Rüdesheim an, die er von Erzbischof Adolf von Mainz empfangen hat, unter anderem Abgaben rüdesheimer Einwohner für verschiedene Weinberge … Die nachgeschriebenen Zinse sind Henchin B. v. R. (Bru(m)ßer), meinem [des Erzbischofs] Gemeiner, ebenso der Zinswein, der im Zehnthof zu Rüdesheim (Rudeshey(m)) anfällt und das Drittel an der helde(n), ebenso die Erde in dem ratzindich, zwei Kappen auf dem Hof zu Kleeberg (Cleberg), das Forstrecht sowie 9 Schillinge von den Töpferscheiben zu Aulhausen (uff den redern  zu Ule(n)husen). Es handelt sich um die erste Belehnung mit dem Aulhauser Lehen.

Am 4.5.1378 (in crastino inventionis S. Crucis) erklärt Wilhelm von Jülich (Guylge), Graf von Berg und Ravensberg, dass Herr Conrad von Rüdesheim, Ritter und Friedrich von Rüdesheim von der Niederburg Erbe und Gut von ihm (zu Gaulsheim) zu Lehen haben sollen. Da die beiden keine Lehenserben haben, soll dieses Erbe und Gut nach ihrem Tode als Lehen fallen an NN Fuchs von Sayn (Voys vom Syne) und an Johann Brömser (Broentzer), seinen Stiefsohn wegen besonderer Gunst, Treue und Diensten, die ihm Johann geleistet hat. Außerdem soll Johann das Erbe und Gut als Mannlehen haben. (Um was es sich genau handelt ist nicht angegeben, es dürfte sich jedoch dabei um das Lehen Gaulsheim gehandelt haben, das sich danach Jahrhunderte im Besitz der Brömser befand). Im selben Jahr haben die Brömser das Recht, Lehnbriefe am Hof zu Düsseldorf kopieren zu lassen.

Im Jahr 1380 ist Waldlaubersheim im nassauischen Amt Kirchheim eine Ganerbenschaft, an der die Familie Brömser von Rüdesheim Anteile hatte. Einige Einwohner des Dorfes waren Hintersassen des Amtes Stromberg.
 

Der Streit um den Mainzer Bischofsstuhl

In Mainz gab es von 1373 bis 1381 zwei Erzbischöfe: Ein Teil des Domkapitels wählte Adolf von Nassau, aber der Papst ernannte Ludwig von Meißen zum Erzbischof. Der Streit führte insbesondere 1375 und 1377 zu offenen Kämpfen, die vor allem in Thüringen und im mainzischen Eichsfeld ausgetragen wurden. Erst 1381 kam es zu einer Einigung und Adolf konnte in Mainz einziehen. Er stand fortan an der Spitze der Fürstenpartei, welche ihre Macht gegen König und Städte zu verstärken suchte. Zur Vergrößerung des Territorialbesitzes seines Kurfürstentums Mainz führte er mehrere Fehden gegen die Landgrafschaft Hessen. Dabei verschuldete er sich stark. Finanziert wurden die Auseinandersetzungen unter anderem von einer jüdischen Geldhändlerin namens Reynette sowie vom Erzbischof von Trier und von Privatleuten. Erzbischof Adolf verstarb am 6.2.1390 (nach: Wikipedia - mit Ergänzungen)

Ab 1382 regelt der Erzbischof von Mainz die Rückzahlung seiner Schulden: in einem Vertrag vom 11.11.1382 mit seiner Gläubigerin Margarethe, Witwe des Ritter Hartmut Bayer von Boppard, verspricht er, 1300 Gulden in jährlichen Raten à 100 Gulden zurück zu zahlen und setzt dabei mehrere seiner Lehensleute als Bürgen ein, darunter Werner Brömser von Rüdesheim. Falls er mit der Rückzahlung des Kredits in Verzug gerät müssen sich seine Bürgen für ihn automatisch in ritterliche Haft begeben, bis die Schulden bezahlt sind.

In weiteren vier Urkunden vom 17.10.1384 (Laufzeit bis März 1385), 9.3.1385 (bis 8.9.1385), 28.11.1386 (bis 25.7.1387)und 6.12.1388 (bis 24.6.1390)nimmt er jeweils kurzfristige Überbrückungskredite bei Erzbischof Werner von Trier und setzt dabei wiederum  mehrere seiner Lehensleute als Bürgen ein, darunter Johann Brömser von Rüdesheim (Heinchen Brymßer, Henichen Brumtzer, Heinchen Brumßer, Henchin Brumczer) , dem als Bürge das gleiche Schicksal droht wie seinem Verwandten im obigen Fall.

Kurz zuvor belehnt Erzbischof Adolf von Mainz am 10.5.1383 in Eltville die Gebrüder Giselbrecht und Johann B. v. R. mit einer Hube und einem Garten an der Mauer in der Zehntgasse in Rüdesheim (ein Haus, einen Garten und [an der?] Mauer [mure] in der Zehntgasse [zehenden gaßen] im Dorf Rüdesheim [Rodensheym] als Mannlehen. Diese Belehnung stellt den Ausgangspunkt des Mainzer Lehens der Brömser von Rüdeheim dar, da es sich hierbei scheint um die Erstbelehnung handelt.

Ausführlicherer Text nach anderer Quelle:  [Der Mainzer Erzbischof] Adolf [I. von Nassau, Bischof von Speyer] verleiht seinen "lieben Getreuen", den Brüdern Johan (Johanne) und Gieselbrecht (Gyselebrochte) Brömser von Rüdesheim (Brumßer von Rudeshy(m)) und ihren Leibeslehenserben kraft dieser Urkunde ein Haus und einen ummauerten Garten in der Zehntgasse (czhenden gaßen) im Dorf Rüdesheim zu einem rechten Mannlehen des Erzbischofs bzw. des Mainzer (Mentze) Stiftes. Sie sollen das Mannlehen mit dinsten, truwen und eyden verdienen, wie dies Recht und Gewohnheit besagen. Für Johann ein schwer verdientes Lehen, für seine Nachkommen ein Geschenk!

Am 13.7.1387 siegelt Johann Brömser eine Urkunde, in der Henne Minnenclaff über den ihm von Philipp Boos von Waldeck erteilten Erbbestand auf dem Landhof bei der Niederburg zu Rüdesheim einen Revers ausstellt.

Am 24.8.1389 (Barthomolomai)wird ein Heiratsvertrag aufgesetzt für Sophia Fuchs von Sayn, Tochter  des NN Fuchs von Sayn, des Stiefvaters der Gebrüder Johann und Gieselbrecht Brömser von Rüdesheim. Darin wird folgendes geregelt: Johann und Gieselbrecht B. v. R. (Gyselbrecht Brumczer), Gebrüder ... [erkaufen von?] ihrer [Stief]Schwester Sophia (Fye), Tochter des seligen NN Fuchs von Sayn (Foeß von Sayne), der Hausfrau [des] Friedrich vom Stein (Frederich vom Steyne), Sohn von Ritter Johann vom Stein alle ihre Güter, Haus und Hof, Lehen usw. wie sie ihre genommene Schwester  von ihrem Vater, dem Stiefvater der Aussteller geerbt hat. Aussteller behalten dagegen den Zehnten zu Engers, den Fuchs von Sayn (Föys vom Seyne) vom Grafen von Sayn (Seyne) für 1100 Gulden zu Pfand hat, für 6 Jahre zurück, um davon die Schulden desselben zu tilgen, und teilen ihn danach mit ihrer Stiefschwester, so dass jeder die Hälfte erhält.

Am 15.4.1390 verzichten die Gebrüder Johann und Giselbrecht Brömser (Brumszer) vor dem Reichsgericht zu Boppard (Boparten) zugunsten Friedrichs von Sayn (Seyne) und Sophia (Iyen) seiner Hausfrau, ihrer Stiefschwester auf das Gut zu Gut mit Zubehör zu Pedernach mit Halm und Mund, welches ihre Schwester von NN Fuchs von Sayn (Voyhse von Seyne), ihrem verstorbenen Vater ererbt hat. Zeugen: Simont Peltzt, Wegeling und Peter Kolbe, Schöffen zu Boppart

Am 9.7.1390 erfolgte eine Aufstellung der erzstiftisch-mainzischen Mannen und Burgmannen. Das Verzeichnis beinhaltet im Wesentlichen Nachrichten zu Lehensmutungen, es sind aber auch Neubelehnungen (Lehnsweitergaben) aufgeführt. Darin unter anderem: [8] Johann und Werner Brömser (Hennechin und Wernher Brumßer), erhielten ihre Mannlehen zu Bingen am Sonntag nach Kiliani. Johannes Brömser (Henkin Brumßer) stellt den Revers aus über … Weingärten an der helden, die ihm ein dritteil eintragen, den Weinszins, der ihm am Zehnthof zufällt, einen Weingarten an dem raßendich, von dem er einen Teil oben uß weiterverliehen hat, sowie das furstame(n)t, do ich un(d) my(ne) swester obir sin von h(er)ren gnad(en) und gewalt, von Konrad von Weinsberg (Wensb(er)g), Erzbischof zu Mainz (Mencze).

Um 1390 heiratet Johann Brömser die Erland, die Tochter Heinrichs von der Spor (um 1368) und der Hebela von Weingarten.

Johann Brömser von Rüdesheim und seine Ehefrau als Kirchenstifter:

Allgemein wird angenommen, dass Johann Brömser von Rüdesheim die Kirchen zu Rüdesheim, Bornhofen und Nothgottes hat erbauen lassen (so auch nach der heute verschollenen Brömserschen Familienchronik, zitiert im 19. Jh. in verschiedenen Büchern).

Urkundlich gesichert ist dies für die kleine Klosterkirche Nothgottes: Um 1390 ist die Kirche von Nothgottes durch Herrn Johann Brömser, Ritter, und seiner Hausfrau Erland von der Spor wiedererbaut und durch den Mainzer Weihbischof Hermann, Bischof von Scopia, innerhalb der Fronleichsnamsoktav konsekriert worden. Zuvor bestand an dieser Stelle eine kleine Kreuzkapelle, die bei Streitigkeiten der Brömser mit Verwandten zerstört worden sein soll.

Durch Stifterwappen erschlossen werden kann dies für die Kirche in Rüdesheim: hier ließ das Ehepaar Brömser/von der Spor offenbar um die noch vorhandene romanische Kapelle eine Hallenkirche bauen, sie mit Fresken schmückte, die bis zur Zerstörung der Kirche im 2. Weltkrieg über dem Gewölbe noch teilweise erhalten waren, sowie den Tabernakelaufbau über der Sakristeitür und das Chorgestühl mit seinem und seiner Gattin Wappen schmücken. Später gegen Ende des 15. Jahrhunderts ist erst das Gewölbe in die Pfarrkirche eingebaut worden, so dass die Fresken der früheren Hallenkirche vom Inneren der Kirche her nicht mehr sichtbar waren, da sie durch spätere Fresken, welche unter dem Gewölbe auf den Kirchenwänden angebracht wurden, übertüncht worden sind. Am Gewölbe befanden sich auf den Schlusssteinen neben der Jahreszahl 1489 die Wappenschilde Rüdesheim – Brömser von Rüdesheim – von der Spor – und nochmals Brömser, ein Beweis, dass nicht die Brömser allein die Kirche erbaut haben, sondern dass auch andere Rüdesheimer Adelsgeschlechter Mittel dazu gegeben haben.

Ob Johann Brömser die Kirche zu Bornhofen am Rhein allein aus eigenen Mitteln erbaut hat, wie behauptet wird, ist zu bezweifeln, wahrscheinlich haben viele benachbarte Adelige Mittel beigesteuert. Auf dem schönen Passionsgemälde des früheren Altars aus Bornhofen, im Provinzial-Museum zu Bonn, sind als Donatoren dargestellt in erster Linie ein Graf von Katzenelnbogen mit seiner Gattin in ganzen Figuren mit dem ganzen Wappen, daher wohl die Hauptstifter, außerdem die Wappenschilde dreier Ritter Schenk von Liebenstein, sowie der von Sterrenberg, der Bayer von Boppard, der Heusselstamm von Boppard, der Schöneck, der Liebenstein, der Brömser und der von der Spor. Diesen Wappen nach ist das Bild in das erste Viertel des 15. Jahrhunderts zu datieren.

Während also Johann Brömser als Erbauer nur eines Teils der Kirche zu Rüdesheim und als Miterbauer der Kirche zu Bornhofen zu betrachten sein dürfte, verdankt ihm allein die Kirche zu Nothgottes, um das Jahr 1390 erbaut, ihr entstehen.

 

Am 6.3.1393 (feria quarta post dominicam Reminiscere) überschreibt Johann Brömser (Brümser) seiner Frau Irlande von der Spor (Spoor) ein Witwengut, nämlich 6 Fudern Wein zu Rauenthal. Es siegeln  Johann und Werner Brömser von Rüdesheim. Dieses Witwengut wird 3 Monate später sogar noch aufgebessert: nachdem Erzbischof Konrad von Mainz zu Ehrenfels (Erenfels) sein Einverständnis dazu gegeben hat, übergibt Johann Brömser (Brumßer, Brumsser) am 14.6.1393 (sexta feria post diem beati Barnabe apostoli) seiner Ehefrau Erlant sein mainzisches Mannlehen, einem Hof zu Rüdesheim, als zusätzliches Witwengut. Der Erzbischof behält sich sein Recht, das Recht des Stiftes und das seiner Mannen und Burgmannen daran vor.

Johann Brömser, „der feste Knecht“, besiegelt 1395 Urkunden des Grafen von Falkenstein-Münzenberg, bzw. des Herzogs von Berg mit dem Lilienschild.

Am 18.5.1395 (feria tertia post Dominicam Vocem Jocunditatis) verleiht Erzbischof Konrad von Mainz zu Eltville (Eltevil) dem Ritter Johann Brenner von Oberlahnstein und dem Johann Brömser (Bromßer von Rudensheim) seinen "lieben Getreuen" Vollmachten (moge vnd macht) bezüglich der Schulden, die er bei Anne, der Ehefrau des Wilhelm von Jülich, hat. Sollte Herr Wilhelm von Jülich (Gulche), Herzog von Berg (vom Berge) und Graf zu Ravensberg (Rauensperg) und seine Ehefrau Anne und deren Erben bzw. der rechtmäßige Inhaber solcher Briefe, die Erzbischof und Kapitel ihnen über vier Turnosen am Zoll Lahnstein gegeben haben, an der Vereinnahmung dieser Summe in irgendeiner Weise gehindert werden, sollen die beiden Herren jene erzbischöflichen Briefe, die einst dem mittlerweile verstorbenen Elekten Ruprecht, Bischof zu Paderborn, über diese 4.000 Gulden ausgehändigt und von diesem an Herzog Wilhelm weitergegeben worden waren, der Anne aushändigen, damit diese sie entsprechend verwenden kann.

Anno 1397: unter den Herren der Ganerbenburg Diemerstein bei Frankenstein in der Pfalz befinden sich elf Adelige mit unterschiedlichen Burganteilen. Unter anderem waren dies  Johann Brömser, Werner Buser von Ingelheim, Reinhart Hoffart von Kirchheim, Phillip von Daun und Kurfürst Ruprecht von der Pfalz.

Am 12.5.1403 (ipsa die beati Pancracii martiris) verkaufen Paul (Felkener?) von Rüdesheim (Rudinsheym), Sohn des Paul von Rüdesheim, und seine Frau Agnes (Nese) ihren Teil des Zolls zu Geisenheim (Gyssinheym), d.h. das Paul durch den Tod des [Giselbert] Fuchs (Voys) von Rüdesheim zugefallene Drittel, für eine bereits vollständig erhaltene Summe an Johann Brömser (Brumser), seine Frau Erlant und ihre Erben. Diese sollen den Zollanteil künftig erheben entsprechend den einschlägigen Urkunden, die mit an die Käufer übergeben worden sind.

Anno 1406 belehnt Wilhelm von Jülich den ‚vesten‘ Ritter, Herrn Johann B. v. R. (Brymscher) mit dem Dorf Gaulsheim (Gauwelßheim) bei Bingen, für fleißige und treue Dienste.

Johann B. v. R. (Brömser) führt als Mainzischer Hofmeister 1406 Verhandlungen mit der Stadt Frankfurt.

1407 kauften Ritter Johann Brumser und Johann sein Sohn von dem Edelknecht Paul Felkener zu Rüdesheim einige Weinberge daselbst, welche letzterer und seine Verwandten Heinrich von der Spor und Tilmann von Schönburg (Schonenburg) von dem Ritter Fuchs (Foyss)  von Rüdesheim, ihrem Vetter und Verwandten, geerbt hatten.

Im Jahr 1408 vergleicht sich (schließt einen Friedensvertrag) Erzbischof Werner von Trier mit Erzbischof Johann II. von Mainz. Von Mainzer Seite als Schiedsmänner Franko von Kronberg, Johannes Brömser und Kuno von Scharfenstein. Der Vergleich wird auf 6 Jahre geschlossen.

Erzbischof Werner von Trier ernannte ihn am 18.5.1408 zu seinem Amtmann der Burg Sterrenberg (über Kloster Bornhofen gelegen), die ihm für 1000 Gulden mit dem gleichnamigen Amt verpfändet war. Anmerkung: es handelt sich um die Position eines Erbamtmanns, die allerdings 1482 an Wilhelm von Schwalbach übertragen wurde, nachdem Friedrich von Rüdesheim den Hauptbrief am 27.2.1482 an den Amtmann zu Boppard, eben jenen Wilhelm von Schalbach, zurück gegeben hatte (siehe unten).

In einem Verzeichnis der Weingärten und Einkünfte des Limburger St. Georgsstiftes zu Kamp bei Boppard aus dem Jahr 1409 werden erwähnt: Henne Lappe ein Weinberg für ¼ an deme gereche, oben fratres Brumczer, unten Heidenriech von Kester … Johannes und Giselbertus dicti Brumpzer fratres 3 sext. Vini et ... Dominus Johannes Brumczer 1 h de vinea an dem gereche.

Im Jahr 1409 wird Johann Brömser von Erzbischof Johann von Mainz in Eltville zum erzstiftisch Mainzischen Burgmann auf dem Schloß Nieder-Olm (Olmen) aufgenommen und dafür mit 6 Mark Gelds daselbst belehnt.

Am 24.2.1411 verzichtet Ritter Johann B. v. R. (Brumtzer) und seine Erben zu Gunsten von Friedrich von Liebenstein und  dessen Frau Sophie samt Erben auf dessen Bitten auf 6 Malter Kornrente, nachdem er gemäß - inserierter - besiegelter und gültiger Urkunde von Ritter Winand Schenk von Liebenstein als nächster Erbe dessen Hälfte einer Rente von 12 Maltern Korn geerbt hat, welche Friedrichs Vater Eberhard von Liebenstein und dessen Frau Sophie den Rittern Gerhard und Winand Gebrüdern Schenken von Liebenstein überlassen hatten. Etwaige Ansprüche auf Grund der Haupturkunde ermäßigen sich dementsprechend auf 6 Malter Kornrente. An dieser Urkunde hat sich das Siegel des Johann Brömser von Rüdesheim erhalten.

Johann Brömser kommt noch 1412 als Ritter und Hofmeister des Erzbischofs von Mainz vor, legte aber die Hofstelle vorübergehend nieder, als er am 26.12.1415 (in die beate Stephani protomartyris) in Aschaffenburg von Erzbischof Johann von Mainz zum Vicedom im Rheingau bestellt wurde[1]. Vicedom war er allerdings nur interimsweise bis etwa 1419, weil dann sein Vorgänger Kuno von Scharfenstein die Stelle wieder übernahm, nachdem er von einem Reichsdienst zurückgekehrt war. Johann nahm dann offenbar sein Amt als Hofmeister  wieder auf. 1420 wird er dann nochmals als solcher genannt.

Als Erzbischof Johann II. am  23.9.1416 zu Eltville eine Ordnung über die Waldnutzung zwischen Hallgarten und Hattenheim erlässt, befindet sich unter den Zeugen auch Johann Brömser (Johann Bry[m]ßer), „ritter und vytzthum yn dem Ringau

Am 18.12.1416 Johann Brömser Vormund der Brüder Oswald und Heinrich Groschlag [von Dieburg]. Es handelt sich dabei vermutlich um Kinder des Henne Groschlag von Dieburg (+ 1395/98), eines Sohnes des Oswald Groschlag von Dieburg und der Adelheit (oder Else) Brömser von Rüdesheim (s. oben).

Vicedom Johann Brömser (Brumßer) ist am 15.4.1417 für das Kloster Eberbach und am 9.9.1417 für Geisenheim tätig.

Am 24.10.1418 (Montag nach Lukas des Evangelisten Tag) bekundet Heinrich v. d. Spor (Sparre), dass er von Graf Friedrich v. Zweibrücken, Domkustos zu Straßburg, die Hälfte der Mittelburg zu Rüdesheim, die Hälfte einer Au auf dem Rhein bei Rüdesheim sowie genannte Weingärten auf der "Helden" wie er es in Gemeinschaft mit Johann Brömser und Dielmann von Schönberg inne hat, zu einem Mannlehen erhalten habe. Dafür hat er den Lehnseid geleistet.

Johann Brömser (Brumsser),  Ritter, Hofmeister des Erzbischofs von Mainz, erhält von Erzbischof  Konrad von Mainz am 3.3.1420 (dominica Reminiscere) in Lahnstein zum Mann- und Burglehen: einen Hof zu Rüdesheim in der Niedergasse sowie Ländereien und Gefälle zu Rüdesheim. Die Töpfer (Ulner) von Aulhausen (Ulnhausen) sollen von jeder Töpferscheibe [jährlich] eine Mark bezahlen (van iglichem rader ein marg geben) und zu  jeder Hochzeit seiner Familie Töpfe (duppe und kruge gnug) liefern. Johann wird auch als Burgmann zu Ehrenfels (Eren-) genannt.

Am 26.3.1421, am 20.7.1421 und am 6.9.1423 handelt Johann Brömser als Vormund der Kinder des verstorbenen Hartmut Bayer von Sterrenberg.

Die Brüder Philipp der Ältere und Philipp der Jüngere von Geroldstein bekunden am 20.7.1421, dass sie einen Zehnten zu Gemmerich, den sie von Graf Johann von Katzenelnbogen zu Lehen tragen, an Ritter Johann Brömser mit Einwilligung des Grafen wiederkäuflich verkauft haben. Sie verpflichten sich, diesen Zehnten innerhalb der nächsten fünf Jahre wieder einzulösen. Die Gebüder von Geroldstein haben sich also offenbar Geld geliehen und den Zehnten als Sicherheit hinterlegt.

Am 6.9.1422 siegelt Ritter Johann Brömser (Brumzer) eine Urkunde mit, in der Lucia, die Tochter des Diederich Hole von Kobern und Witwe Johanns von Winningen, den Kornhof im Dorfe Weyer (Wilre) hinter Welmich an den Grafen Johann von Katzenelnbogen verkauft.

Am 12.5.1423 verspricht Ritter Johann Brömser (Brymsser), der Frau seines Sohn Johann, Else (Eyen), Tochter des Roilman vom Geisbusch (vame Geissbusch), ein Witwengut im Wert von  6.000 Gulden aus seinen eigenen Gütern zu überschreiben, nämlich auf den Zoll zu Rüdesheim und alle seine Güter in der Rüdesheimer Mark. Zuvor hat Johann von Roilman folgende Güter als Hillichsgeld erhalten: den Hof zu Babenberg, lösbar mit 300 schweren Rheinischen Gulden; Hof und Haus zu Boppard neben dem Hof von Henrich Hasen, wie solchen Roilman und Johann Schencke, sein verstorbener Onkel (Eidam) besessen; das Fahr zu Boppard, zu Kamp und zu Speyer über den Rhein, ferner alles Gut, Burg- und anderes Lehen im Bopparder Reich, ferner alle Güter, die der genannte Johann Schencke besessen hat; endlich 3.000 Gulden Geld und Tilgung der Forderungen, die Johann Boos von Waldeck wegen seiner ersten Tochter, ersten Hausfrau des Johann Schencke, an denselben hatte. Hintergrund: Johann Schenk von Liebenstein (+ 1423) war in erster Ehe mit einer Tochter des Johann Boos von Waldeck verheiratet, danach in zweiter Ehe mit eben dieser Else von Geisbusch .

Am 1.8.1423 (ipsa die sancti Petri ad vincula)verkaufen Degenhard von Kleeberg (Kle-) und seine Frau Margarete (Gretchin) ihr Haus genannt ‚die Hölle‘ (Helle) am Markt [zu Rüdesheim] mit Begriff und Zubehör, Keller, Hof und Ausgang an den Ritter Johann Brömser (Brymtzer), seine Frau Erlant und deren Erben für eine bereits vor Ausstellung der Urkunde gezahlte Summe. Die Aussteller haben vor Gericht auf das Haus verzichtet und es mit Halm und Mund übertragen, wie es zu Rüdesheim (Rudensheym) Recht und Gewohnheit ist. Die Käufer sollen kein Fenster in den Hof der Verkäufer haben und von dem verkauften Haus jährlich einen Weißpfennig in Degenhards Hof zahlen, der hart am verkauften Haus gelegen ist.

Am 14.11.1423 (Sonntag nach Martini) übergibt Ritter Johann Brömser (Brumsser), der Else, Hausfrau seines Sohnes Johann und Tochter des Roleman von dem Geisbusch, als Witwengut seinen Hof, Garten und Wingert zu Rüdesheim, der seinen Vettern Könchin und Werner Brömser (Brumser) gehört hat. Erland, des Ritters Johann Hausfrau, gibt ihre Einwilligung.

Am 14.12.1423 siegelt Ritter Johann Brömser eine Urkunde des Ritters Johann von Liebenstein, Richter des Philipp Grafen zu Nassau und Saarbrücken.

Zu einer unbekannten Zeit vor 1425 hatte Johann Brömser (Brumser) dem Herzog von Jülich-Berg 2.300 Gulden bar vorgeschossen. Etwa zur gleichen Zeit hatte er auch Geldforderungen an den Herzog von Jülich-Berg wegen geliefertem Wein.

Johann Brömser soll auch die Burgen Starkenfels an der Mosel und Winterberg im Herzogtum Jülich pfandweise besessen haben.

Wie sein Vater, so soll auch Johann Brömser in viele Fehden verwickelt gewesen sein, in einer gegen den Grafen von Katzenelnbogen soll er den Grafen und zwei von dessen Verbündeten, einen Ministerialen von Hohenstein von Burg Reichenberg bei St. Goarshausen und einen Giselbrecht von Schönborn (die Schönborn waren ebenfalls Dienstmannen der Katzenelnbogener) gefangen genommen und aus seiner Burg zu Rüdesheim nur gegen hohes Lösegeld entlassen haben (nach der Binger Chronik von 1613). Urkundliches darüber ist bisher nicht gefunden worden. Ritter Johann Brömser wurde selbst mit zahlreichen anderen Rittern in dem Gefecht bei Clevenhamm 1397 gefangen, in der großen Fehde zwischen Graf Adolf von Cleve und seinem Vetter Graf Wilhelm von Berg, als Verbündeter des Letzteren. Seine Freilassung wird ihn schweres Lösegeld gekostet haben. Im Jahr 1407 wurde Johann Brömser mit der Hälfte des Zehnten zu Rüdesheim und Eibingen als Lehen der Herrschaft Hohlenfels belehnt.

Die Wappen der Eheleute Johann Brömser und Erland von der Spor befinden sich am Sakramentshäuschen der Kirche zu Gaulsheim bei Bingen. Diesen Ort besaßen die Brömser als Lehen der Herzöge von Jülich „mit seiner ganzen Gemarkung, aller landesherrlichen Hoheit, Gericht, Bann, Leibeigenen, Atzung, Frohnden, Steuern und Bußen“. Johann Brömser kommt noch 1419 als Vicedom und Landschöffe im Rheingau vor.

Johann Brömser starb wahrscheinlich zu Anfang des Jahres 1428, denn am 10.8.1428 erhält sein Sohn von Erzbischof Konrad von Mainz die Bestätigung für die Brömserschen Lehen[2]. 1429 wird er als verstorben gemeldet. Seine Gattin lebte noch einige Jahre. Sie scheint eine energische Frau gewesen zu sein. So ließ sie z. B. gegen zwei Edelleute, welche ihre Besitzung Gaulsheim verwüstet hatten, öffentlich Schandgemälde anschlagen. Am 14.3.1431 weisen Herzog Adolf von Jülich-Berg und seine Gemahlin die Forderung der Irlant, Witwe Johann Brymsers, von 2300 Gulden, größtenteils Darlehen, aber auch ein Betrag für gelieferte Weine, auf die Düsseldorfer Zollgefälle an.  Am 11.6.1436 werden der Erlant, Witwe des Ritters Johann Brumser, wegen ihrer Forderung von 2380 Gulden mit jährlicher Abzahlung von 300 Gulden wiederum die Zollgefälle angewiesen, wofür sich die Städte Düsseldorf, Ratingen und Wipperfürth verbürgten.

Am 9.5.1438 bekunden genannter Unterschultheiß und Schöffen zu Rüdesheim (Rudesheym): vor ihnen hat Johann (Henne) Lybsgemach sich verpflichtet, von nun an jährlich an Martini [11. Nov.] zwei Gulden ewige Gülte an die Rittersfrau (ritterssen) Erlant Brömser, ihre Erben oder die Inhaber der Urkunde zu zahlen wegen eines Hauses in der Drosselgasse (in trossels gaßen) vor Creysch Elisabeth (Lysen), das diese ihm zuvor verliehen hat. Zu Unterpfand stellt er anderthalb Viertel Feld an deme wenger wege vor Peter Haysch, die Eigen sind, sowie das genannte Haus. Bei Säumnis können die Inhaber der Gülte vor den Ausstellern auf die Unterpfänder klagen, wie es am Gericht zu Rüdesheim Recht und Gewohnheit ist. Wenn sie diese dort gewonnen haben, können sie darüber wie über Eigen verfügen. Von den Unterpfändern ist weiterhin Bede zu zahlen; sie sind in Bau und Besserung zu halten. Lybsgemach und seine Erben können die Gülte jährlich vor Martini mit 20 rheinischen Gulden und dem Zins entsprechend dem nach Wochen abgelaufenen Teil des Jahres ablösen. Auch der Ablösung eines Guldens Gülte sollen sich Erlant und ihre Erben nicht widersetzen. Der Weingarten wird dann ledig; das Haus bleibt Unterpfand für den zweiten Gulden. Wird auch dieser abgelöst, sind alle Unterpfander ledig.

Erland starb 1441.
 

Kinder (geboren ab 1394):

  1. Johann Brömser von Rüdesheim folgt unter 11.

  2. Heinrich Brömser von Rüdesheim, 1429 belehnt ihn Graf von Nassau-Saarbrücken – „Herrn Johann B.seligen Sohn“ – [mit dem halben Teil des Zehnten zu Rüdesheim und der Eibinger Gemarkung]; er starb 1459 (nach Humbracht war er zweimal verheiratet: 1. mit Agnes NN, 2. mit Elisabeth NN)

  3. Friedrich Brömser von Rüdesheim studierte an der Universität Erfurt, war 1429 Domherr und 1430 Kanoniker zu Mainz; er starb 1466

  4. Dietrich Brömser von Rüdesheim studierte 1448 zu Heidelberg, Domherr zu Mainz.  1455 - 1458 als Vertrauter zusammen mit dem Kurmainzischen Beamten Johann Hofmann genannt Lysera (gebürtig aus Lieser an der Mosel) in Löwen in Brabant, damals Niederlande. Lysera hat dort eine Professur für kanonisches Recht. Dietrich wird in Löwen als Student der Rechte genannt.  Am 24.11.1458 Supplik des Dietrich B. v. R., bittet um Aufnahme an der Hohen Schule von Bologna, um dort die Rechte zu studieren; bezeichnet sich als ‚dilectus‘ ([treu ergebener] Freund) des Johann Hofmann aus Lieser. Dietrich wird in Bologna aufgenommen und dort neben seinem Studium Familiar und Kaplan von Kardinal Francesco Todeschini-Piccolomini (dem späteren Papst Pius III.). Dietrich bezieht seit den 1460er Jahren eine Pension aus der Speyerer Domkantorei, mit der zuvor sein früherer Herr Johann Hofmann genannt Lysera ausgestattet war. Er stirbt am 12.8.1464 während seines Rechtsstudiums in Bologna und ist dort begraben.

 

[1] Erzbischof Johann von Mainz schreibt an die Schultheißen, Schöffen, Bürgermeister und Gemeinde Eltville (Eltvil), Lorch (Lorche), überall im Rheingau und in Algesheim. Er habe seinen frunde letztens nach Bingen geboten und habe ihnen dort vorgetragen, in welcher Weise er auf seine Lande zu reiten gedenke. Cune von Scharfenstein (Scharpenstein) sei weg geritten und er, der Erzbischof, der Meinung gewesen, seine Lande mit einem Amtmann und Viztum zu versorgen. Er teilt ihnen nun mit, dass er den Ritter Johann Brömser (Brumser von Rudesheim) zu seinem Viztum im Rheingau (Ringauw) bestellt habe. Er fordert sie auf, Johann als solchen anzuerkennen und ihm gehorsam zu sein.

 

[2] Erzbischof Konrad war bereits seit 1419 im Amt. An ihm kann die Belehnung nicht gelegen haben.

 

 

10.2 Werner Brömser von Rüdesheim

Die Stadt Köln schließt am 12.6.1376 Dienstverträge mit Werner und Johann Brömser (Brumtzer) von Rüdesheim, Sibrecht von der Spor und Paul Velkener von Rüdesheim. 1377 stellte Werner Brömser (Brumtzer) der Stadt Köln über seinen Sold Generalquittung aus. Am 11.11.1382 setzt der Mainzer Erzbischof Adolf von Nassau seinen Lehensmann Werner Brömser von Rüdesheim (Wernher Brymszer) als Bürgen in einem Geldgeschäft ein, siehe oben unter 10.1. Johann B. v. R.

Werner Brömser (Wernher Brumßer) erhielt zusammen mit seinem Bruder Johann am 9.7.1390 sein Mannlehen (s. oben).

Um 1390/96 zeigt Werner Brömser seine Lehen an, die er von Erzbischof Konrad von Mainz als Ehrenfelser Burglehen trägt, nämlich 2 ½ Morgen Weingärten an der helden, der ihm dritteil einträgt, sodann ¼ Weingarten oder etwas weniger an dem genannten Weingarten, das er selbst bebaut, weiter vier Mark Geld als Burglehen zu Ehrenfels (Erenfels, wo Werner Burgmann ist), von denen zwei Mark auf Eigengut belegt sind, das am Elserbach (in der elser bach) liegt. Die anderen zwei Mark erhält er von der Bede in Kiedrich (Kederich). Werner kündigt sein Siegel an.

Im Jahr 1391 schließen Werner Brömser (Wernher Brömser von Rodensheim) und andere Landfrieden mit Erzbischof Werner von Trier.

Am 6.3.1393 (1393 feria quarta post dominicam Reminiscere) siegelt Werner Brömser  zusammen mit seinem Bruder Johann die Urkunde, in der jener seiner Frau  ein Witwengut überschreibt.

Am 26.3.1393 verkaufte er dem Kloster Eberbach eine Geldrente, welche er von diesem Kloster aus den Gütern der Geschwister von Leyen zu Lorch hatte (sprich: das Kloster zahlte einen Kredit zurück). Am 31.7.1393 löste er gemeinsam mit seinem Bruder Johann den vierten Teil ein des großen und kleinen Zehnten zu Rüdesheim und Eibingen von Frau Adelheit von Langenau, Witwe Boos von Waldeck zu Rüdesheim, welche dieses  Viertel von Emmerich (Elmerich) Kind von Rüdesheim (gestorben  1375/78) pfandweise besaß. Anno 1399 ist Werner, Knappe genannt, Siegelzeuge in einer Urkunde der Brüder Gisilbrecht, Dietrich und Kunz von Cleeberg.

1420 scheint Werner Brömser bereits verstorben zu sein, denn Burgmann zu Ehrenfels ist jetzt sein  Bruder Johann.

Kinder:

  1. Werner Brömser von Rüdesheim, der sich als Werners Sohn 1455 mit Johann Brömser, Sohn des Ritters Johann, vergleicht. In der Belehnung des Johann Brömser von Rüdesheim durch den Erzbischof von Mainz vom 3.3.1420 ist unter anderem die Rede von: ½ Morgen Weinberg hinter Werner Brömsers Haus („Item eynen halbe morgen wingarts hinder Wernher Brumsers huse mins Vettern gefore [angrenzend an] Pauwels Felkener und Hebel van Hasmanshusen“ [Assmannshausen]) – hier kann nur der Sohn Werner gemeint sein, eigentlich Johanns Neffe, weil der Vater sein Bruder war. Dieser Text wurde danach über Jahrhundertein den nachfolgenden Lehensbriefen immer wieder abgeschrieben, ohne dass zu diesen Zeiten noch ein „Werner Brömser“ – später durch Abschreibefehler „Bernher“ existiert hätte.

  2. Kone (Könchin) Brömser, genannt 1423 (siehe oben unter 10.1. Johann Brömser)

  3. ? Pane Brömser von Rüdesheim, genannt 1441, siehe unten